Die Jecke(n) Ralley

Eine Karnevalistische Spurensuche durch Voiswinkel

"BEDEUTUNG DES KARNEVALS"

Karneval war ursprünglich ein heidnisches Volksfest, das nach dem Winter den Übergang zum Frühling markierte. Eine Theorie besagt, dass so das Ende des Winters gefeiert und der Frühling begrüßt wurde. Man feierte, indem man aß, was vom Winter übrig geblieben war, um zu verhindern, dass die Lebensmittel während des großen Fastens verdarben. Das Tragen von Faschingskostümen und Karnevalsmasken hatte den Zweck, die bösen Wintergeister zu verjagen.

Der gewöhnliche Mensch konnte ein paar Tage lang erleben, was es bedeutet, wenn an Gottes Stelle der Teufel und der Mensch selbst regieren. Das Fest sollte also eine erzieherische Funktion auf die Gläubigen ausüben.

Eine Erklärung des Wortes „Karneval“ könnte die Zusammensetzung der lateinischen Wörter „carne“ und „vale“ sein. Diese bedeuten wörtlich „Fleisch“ und „Auf Wiedersehen“ und sind so ein Hinweis auf die Fastenzeit. Eine andere Erklärung ist, dass „Karneval“ von den Wörtern „carne valere“ abgeleitet wurde, was „Fleisch regieren“ bedeutet und sich auf die Zeit bezieht, in der das Fleisch herrscht. Dies verweist sowohl auf das Essen von Fleisch als auch das Ausleben fleischlicher Begierden, die in dieser Zeit eine wichtige Rolle spielen. Wie sich zeigt, sind die Ursprünge von Karneval, Fasching und Fastnacht nah beieinander.

Die katholische Kirche war aufgrund der Hingabe an die fleischlichen und irdischen Begierden gegen den heidnischen Karneval und versuchte ihn zu unterbinden. Da das unmöglich war, verband sie das Fest mit der Fastenzeit. Seit dem 11. Jahrhundert wurde so der Vorabend des Tages benannt, mit dem für Christen die 40-tägige Fastenzeit vor Ostern begann. Mit Fasching oder Karneval wird der Fastenzeit eine Art Anti-Schöpfung vorangestellt, um die Ablehnung eines gottlosen, erdverbundenen Lebens zu begründen.

Das wichtigste an diesem Feste sind heute vor allem der Spaß, das richtige Kostüm und natürlich der Zoch. 1971 zogen am Wieversfastelovend ein paar Voiswinkeler Damen mit einem umfunktionierten Heuwagen durch die Gassen. Auch wenn dies zunächst kaum einer mitbekam, so war dies die Geburtsstunde des Karnevals in unserem Dorf und der IVK, die sich ein Jahr später gründete.

Buchstabe für das Lösungswort:
Womit werden die Kölschen Jecken (karnevalistisch) getauft?:

Station 5

Nachdem ihr die Aussicht bewundert habt, geht es nun wieder zurück zum Ausgangspunkt unserer kleinen karnevalistischen Reise, dem Voiswinkeler Gürzenich. Der Weg führt unsere Spurensuche aber noch zu einer Voiswinkeler Sehenswürdigkeit, in der auch Karnevalisten sich nach der 40-tägigen Fastenzeit wieder treffen, um das Osterfest zu feiern.

Dort wo man alles erfährt, was in unserer Voiswinkeler Kathedrale so stattfindet, findet ihr auch den Code. Zur finalen Seite